Inhaltsübersicht

Abonieren Sie unseren E-Mail-Newsletter

Aktuelle News direkt in Ihr Postfach – plus die Chance, an Experten-Umfragen und Gewinnspielen teilzunehmen!

Jetzt unseren E-Mail-Newsletter bestellen! »

Zeitarbeit der Zukunft: Das wollen die Parteien
Sie rückt mit jedem Tag einen Schritt näher: die Bundestagswahl. Von ihrem Ausgang hängt einiges ab – auch, wie sich das Instrument Zeitarbeit in Deutschland entwickeln wird.

Was passiert mit der Zeitarbeit nach der Wahl 2009?

Welche Partei hierzu welche Vorstellungen hat – teilweise ist dies weithin bekannt, teilweise überraschen die Stellungnahmen in den Wahlprogrammen. Vor diesem Hintergrund entstand unser Wahl-Quiz. Und so funktioniert es: Im Folgenden finden Sie sechs Aussagen zur Zeitarbeit, die Sie den sechs Parteien CDU, CSU, SPD, Die Grünen, FDP und Die Linke zuordnen können. Sehen Sie sich die Positionen an und kreuzen Sie jene Partei an, von der diese Ihrer Einschätzung nach stammt. Die Auflösung finden Sie in dem Kasten auf Seite 15 unten.


Position 1
„Wir werden Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern. Neben einer Lohnuntergrenze gehört dazu auch die Stärkung des Prinzips ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘. Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit soll für die Arbeit in demselben Unternehmen der Grundsatz ‚Equal Pay‘ uneingeschränkt gelten. Die konzern­interne Verleihung wollen wir begrenzen.“

Wer hat’s gesagt?
CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke


Position 2

„Gerade wenn Arbeitgeber noch zögerlich einstellen, kann Zeitarbeit Personallücken schließen. Sie greifen zunächst auf Zeitarbeit zurück, weil die deutschen Arbeitsschutzregelungen so unflexibel sind. Es hat sich gezeigt, dass gerade ältere Arbeitnehmer aus der Gruppe 50+ durch Zeitarbeit wieder eine Chance auf echte Teilhabe am Arbeitsmarkt bekommen.“

Wer hat’s gesagt?
CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke


Position 3

„Wir wollen Leiharbeit strikt begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen, außerdem die maximale Ausleihdauer auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen. Die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher wollen wir verbieten.“

Wer hat’s gesagt?
CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke


Position 4
„Zeitarbeit schafft den Unternehmen wichtige Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite erhalten Arbeitnehmer bei einer Zeitarbeitsfirma eine feste Anstellung, verbunden mit der Sicherheit eines festen Gehaltes. Die Zeitarbeit ist außerdem eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt, weil viele Menschen dauerhaft in eine Stammbelegschaft übernommen werden.“

Wer hat’s gesagt?
CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke


Position 5
„Zeitarbeit darf kein Instrument sein, mit dem Lohndumping voran­getrieben und andere Standards abgesenkt werden. Die Bedingungen für Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer müssen sich deshalb verbessern. Sie müssen vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft bezahlt und behandelt werden. Die gesetzliche Ausnahmeregelung, per Tarifvertrag von den Arbeits- und Lohnbedingungen des Entleihbetriebs abzuweichen, muss gestrichen werden.“

Wer hat’s gesagt?

CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke

Position 6

„Zeitarbeit stellt vielfach eine wesentliche Chance zum Einstieg oder Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt dar. Deshalb halten wir an dem Instrument der Zeitarbeit fest. Wir sind für die Beibehaltung des derzeitigen Gleichbehandlungsgrundsatzes für Zeitarbeiter, von dem allerdings weiterhin durch Tarifverträge abgewichen werden kann.“

Wer hat’s gesagt?
CDU, FDP, CSU, Die Grünen, SPD oder Die Linke

 

Auflösung1 ➔ SPD, 2 ➔ FDP, 3 ➔ Die Linke, 4 ➔ CSU, 5 ➔ Die Grünen, 6 ➔ CDU


Foto: Jörg Kubitza

2009-09

Diesen Artikel empfehlen:


Kommentare zu diesem Artikel:

blog comments powered by Disqus

Zurück