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Die richtigen Weichen stellen
Seit zehn Jahren kooperieren die DB Zeitarbeit und Randstad. Grund genug, dies im modernsten Bahnhof der Welt gebührend zu feiern.

Gebannt lauscht man den Worten des Bahnhof-Führers.

 

„Bahnhöfe sind wie das Leben: Ein ­ständi­ges ‚Willkommen heißen‘ und ‚Abschied ­neh­men‘, Schmerz und Freude vereint, Ankommen und Weiterfahren“, mit diesen Worten begrüßte Ursula Ebert, Geschäftsführerin der DB Zeitarbeit ihre Gäste in der Austernbar am Berliner Hauptbahnhof.


Vor zehn Jahren begann die ­mittler­weile sehr erfolgreiche Kooperation zwischen der DB Zeitarbeit und Randstad. Dabei sah es am Anfang der Kooperation in ­Berlin ­alles andere als rosig aus. 1998 ­wurde ganz langsam aufgebaut, was nach der ­Wende übrig geblieben war. Der Sanierungspro­zess lief schleppend. Zeitarbeit wurde erst nach und nach ein Thema für die Bahn. Als schließlich die DB Zeitarbeit gegründet wurde, gab es nur ganz spezielle Berufsbil­der. Um das Portfolio etwas zu ­erweitern, wollte man einen Kooperationspartner mit ins Boot holen.


Dabei war die Wahl nicht einfach: Die DB Zeitarbeit wollte einen Partner mit Tarif­vertrag und Betriebs­rat – das war vor zehn Jahren noch nicht Gang und Gäbe in der Zeitarbeit. Letztlich kam nur ein Zeitarbeitsunternehmen in Frage, das diese Anforderungen erfüllte: Randstad.


Zehn Jahre sind seit der Vertragsunterzeichnung vergangen. Eine Spanne, die für Ursula Eberts Vorstellun­gen sehr lange ist. „In der heutigen Zeit sind zehn Jahre sehr viel, alles ist kurzlebig und eine Koopera­tion zwischen Wettbewerbern, die eine Win-Win-Situation darstellt, ist für beide etwas Besonderes. Randstad Geschäftsfüh­rer Eckard Gatzke zeigte sich in seiner Rede begeistert von der sehr lösungs­orien­tierten Art der DB Zeit und der guten Zusammenarbeit, die wie unter Freunden ­funktioniere: „Man kann sich auf­einander verlassen, in guten wie in schlechten Zeiten.“


Im Berliner Hauptbahnhof gibt es einiges zu entdecken.Kaugummi hat eine Lebensdauer von 24 Stunden
Nach kurzen Reden gab es für die Teilnehmer eine Führung durch den Lehrter Bahnhof. Dabei gab es viele Details zu entdecken, die beim Durchlaufen mit Sack und Pack oft verborgen bleiben. Zum Beispiel ist der Bahnhof für blinde Menschen fast einfacher zu durchqueren als für Sehende. Linien und Quadrate auf dem Boden dienen nicht der Zierde, sondern Blinden als Orien­tierungshilfe. Durch Plaketten an den Ge­län­­dern können sie außerdem ­ihren Stand­ort ertasten. Absenkbare Säulen, dritte Gleise und Anti-Vibrationsvorrichtungen sor­gen für Sicherheit und Komfort im Berliner Hauptbahnhof. Das ist auch notwendig, bei einem täglichen Besucherdurchfluss von 300.000 Menschen. Besonderen Wert legt die Bahnhofsdirektion auch auf Sauberkeit – ein Kaugummi auf dem Boden wird spätes­tens nach 24 Stunden entfernt.


Kein Treppenwitz – alle Teilnehmer der  Feierlichkeiten im Berliner Hauptbahnhof.Kein Kuhhandel mehr
Gatzke erklärte beim abschließenden ­Essen, dass die großen Herausforderungen für die Zeitarbeit und Randstad nicht ­hinter, sondern vor dem Konzern liegen. Die Wirt­schaft entschleunige sich – viele ­Konzerne bauten ab, darauf müsse Randstad reagie­ren. Ein erster Schritt in Richtung ­Zukunft soll auch die Veränderung der Ingenieurs­relevanten Qualifikationen sein. Sie wurden alle unter einer Dachmarke zusammen­gefasst. Dies soll nun die Bereitstellung von Ingenieuren erleichtern, an denen gerade auch die Bahn sehr großes Interesse zeigt.


Ein gemeinsames Ziel für die Zukunft haben die Geschäftsführerin der DB Zeitarbeit, Ursula Ebert und Eckard Gatzke von Randstad auf der Jubiläumsfeier ins Auge gefasst. Sie wollen in der Politik gemeinsam Lobby­arbeit für ihr Beschäftigungsmodell machen, damit sich die Zeitarbeit in Deutsch­land weiterhin positiv entwickelt.

 

Fotos: Randstad

2008-11

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