27.01.2012
Schattenwirtschaft: Kriminelle Aktivitäten gehen weiter zurück
Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen hat in Zusammenarbeit mit einem Professor der Universität Linz eine Schattenwirtschaftsprognose für das Jahr 2012 erstellt. Zur Schattenwirtschaft zählen neben der Schwarzarbeit auch kriminelle Machenschaften wie Betrug, Schmuggel, Drogenhandel oder Hehlerei.
Lag im Jahr 1975 der vergleichbare Anteil der Schattenwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland bei rund 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), stieg er bis zum Jahr 2003 auf ein historisches Hoch von 17,1 Prozent an. 2010 hat der Anteil dann 13,9 Prozent entsprochen, 2011 waren es sogar nur noch 13,5 Prozent. Ursache für den Rückgang war die sich positiv entwickelnde Situation von Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
Für das Jahr 2012 werden aktuell 13,4 Prozent erwartet. Demnach wird der Grad des Rückgangs nicht mehr ganz so hoch eingeschätzt – dem Institut zur Folge liegt einer der Gründe in der Einführung des Mindestlohns in der Zeitarbeitsbranche im Januar 2012.
Bei der Gegenüberstellung mit den OECD-Ländern liegt Deutschland in Bezug auf die Schattenwirtschaft im guten Mittelfeld. Am besten schneiden die USA, die Schweiz, Österreich und Japan ab, am schlechtesten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien.






