Die Ergebnisse der aktuellen Befragung vom März 2009 zum Thema „Personalführung in der Krise“ zeigen Branchentrends und Entwicklungen auf.
Ein klares Votum für die Kurzarbeit zeichnet sich bei der Frage ab, welche Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung in deutschen Unternehmen hauptsächlich ergriffen werden. Immerhin jeder fünfte Betrieb setzt bereits Kurzarbeit ein oder hat sie in naher Zukunft geplant. Auch Überstunden und Weiterbildung werden als adäquates Mittel angesehen.
Um die Krisenwirkung einzudämmen, schrecken Unternehmen auch vor Entlassungen nicht zurück. Immerhin ein Fünftel hat bereits Kündigungen ausgesprochen oder zieht es in Betracht. Das Thema Gehalt wird hingegen eher vorsichtig angefasst. Nullrunden bei Gehältern schließen immerhin 60 Prozent der Befragten aus. 25 Prozent können sich eine Nullrunde für alle Mitarbeiter vorstellen.
Kein Maulkorb in der Krise
Die Ergebnisse zur Veränderung der internen Kommunikation in der Krise sind ebenfalls bemerkenswert. Der Trend geht zu einem eher offenen Umgang mit der Krise. Immerhin knapp 65 Prozent gaben an, dass die Krise nicht dazu beiträgt, weniger zu kommunizieren. Fast 60 Prozent verneinten auch die Frage, ob durch die Krise nur noch oberflächlich ohne Nennung genauer Details informiert wird. Bei 30 Prozent der Befragten ändert sich durch die Krise überhaupt nichts am Kommunikationsverhalten. Lediglich 16 Prozent der Befragten gaben an, durch die Krise weniger zu kommunizieren. Die Mitarbeiter zeigen sich in Krisenzeiten sehr interessiert am eigenen Unternehmen: Über 40 Prozent der Personalverantwortlichen geben an, dass von Seiten der Mitarbeiter deutlich mehr nachgefragt wird. 45 Prozent beziehen die Mitarbeiter in der Krise stärker in ihre Kommunikation ein.
Insgesamt wurden 302 Personen telefonisch zum Thema „Personalführung in der Krise“ befragt. Vor allem aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich wurden Personalverantwortliche für das Expertenpanel befragt. Durchgeführt wurde die Befragung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut, die INNOFACT AG aus Düsseldorf.
Grafiken: Randstad





