Was ändert sich für Mitarbeiter, die ohne feste Workstation arbeiten?
Urnauer: Generell lässt sich sagen, dass die Mitarbeiter flexibler sind – eben, weil sie nicht an nur einen Arbeitsplatz gebunden sind.
Was ist aus Ihrer Sicht die entscheidende Verbesserung?
Urnauer: Zwei Faktoren ganz besonders: Zum einen die Erreichbarkeit und Flexibilität von unterwegs aus. Zum anderen die Ortsungebundenheit für meine Arbeit. Wobei die ständige Erreichbarkeit aber auch ein Nachteil sein kann.
Wenn Schwachstellen oder Probleme auftreten - eher bei der Technik oder eher beim Mensch?
Urnauer: Als Mensch ist man für ein technisches Gerät verantwortlich. Man darf’s nicht im Auto liegen lassen, muss auf Kälte- und Wärmeempfindlich achten und pfleglich damit umgehen. Außerdem bedeutet es immer ein zusätzliches Gerät mit sich zu „schleppen“. Aus meiner Sicht spielen Mensch und Technik da eng zusammen.
Was vermissen Sie?
Urnauer: Ich arbeite in einer Mischform, was festen und flexiblen Arbeitsplatz angeht, und habe noch einen festen Platz im Büro in Eschborn. Das fügt sich gut zusammen, ich vermisse nichts.
Wie beurteilen Sie die Produktivität des Verfahrens?
Urnauer: Die Produktivität ist auf jeden Fall höher, denn man kann jederzeit reagieren und überall arbeiten – es bleibt nichts liegen und man reagiert in der Regel schneller.
Welche Eigenschaften muss ein(e) Mitarbeiter(in) mitbringen, um die Vorteile des Verfahrens zu nutzen?
Urnauer: Ein wenig technisches Verständnis muss man schon haben, um die Geräte sinnvoll zu nutzen. Auch sollte man den Willen mitbringen, mobil zu sein und nicht auf „mein Büro, mein Schreibtisch, mein PC usw.“ zu pochen.
Was tun, wenn einer nicht damit zurechtkommt? Sind innerhalb eines Büros "Mischformen" möglich?
Urnauer: Ich arbeite in der Mischform und ich denke, das ist die optimale Form. Es muss wirklich nicht immer der gleiche Schreitisch, der gleiche Raum sein, um sich im Unternehmen oder der Abteilung zuhause zu fühlen. Es sollten aber auf jeden Fall Sharingbüros oder -schreibtische vorhanden sein.
Foto: Randstad





