
Gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen hat bei Randstad Tradition. „Wir sind als Unternehmen ein Teil dieser Gesellschaft und ihr verpflichtet“, das ist laut Hanna Daum, nationale CSR-Koordinatorin bei Randstad, ein wichtiger Eckpunkt der Firmenphilosophie. Das ehrenamtliche Engagement von Mitarbeitern spielt dabei eine große Rolle: Es ist eine wichtige Stütze des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sich in verschiedenen Bereichen zu engagieren und Flagge zu zeigen, das tut Deutschlands Personaldienstleister Nummer eins ohnehin schon lange. Unter anderem mit der Initiative „Du bist ein Talent“, bei der es um Patenschaften für Hauptschulen und den Einstieg in das Berufsleben für ihre Schüler geht.
Doch nicht alle Niederlassungen haben die Möglichkeiten und die erforderliche Infrastruktur, sich an dieser Initiative zu beteiligen. „Wir haben deshalb nach einem neuen Weg gesucht, um ein Klima von Gemeinsamkeit zu schaffen und gleichzeitig etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun“, erklärt Hanna Daum. Das Ziel, ein Band unter allen Gruppen der Beschäftigten unabhängig von Hierarchie und Funktion zu schaffen, ist inzwischen umgesetzt. Gerade an den Start gegangen ist dazu die unternehmensweite Initiative mit dem Namen „Ehrensache“.
Hier bringen Randstad Mitarbeiter ihre Ideen ein und schildern, wo und warum Hilfe gebraucht wird und sie sich engagieren. Teilnahmevoraussetzung ist eine schriftliche Anmeldung des Projekts mit einer kurzen Beschreibung und den Umständen der Ausführung. Nach der Freigabe durch den "Ehrensache"-Beirat und bei Vorliegen der Voraussetzungen kann das vorgeschlagene Projekt mit einer Förderung von 500 Euro rechnen. „Ausgeschlossen sind nur religiöse, politische oder nicht der Gemeinschaft dienende Ziele“, erläutert Hanna Daum. „Ansonsten wollen wir den Zugang bewusst einfach gestalten, damit sich wirklich möglichst viele Mitarbeiter beteiligen können.“ Ein genaues Ziel, wie viele Projekte es im ersten Jahr geben soll, besteht nicht, aber: „Ich würde mich schon sehr freuen, wenn es uns gelingt, jeden Monat über vier Projekte zu berichten.“
Schon wenige Tage nach dem offiziellen Beginn gibt es bereits Projektvorschläge. „Die ersten beiden Ideen haben jeweils mit dem großen Thema Kinder- und Jugendhilfe zu tun und zeigen, wie kreativ und engagiert die Randstad Kollegen sind“, freut sich die CSR-Koordinatorin. Beim ersten Vorhaben geht es um die Hilfe für krebskranke Kinder. Genauer gesagt um einen Kindergarten, der neben schwerbehinderten auch krebskranke Kinder betreut und ein eigenes Sommerfest veranstalten möchte. Damit das zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Kinder und ihre Eltern wird, soll es ein buntes Programm geben. „Der größte Erfolgsfaktor dabei ist die freiwillige Hilfe unseres Kollegen, der bei dem Ereignis gemeinsam mit anderen Helfern tatkräftig mitwirken wird“, weiß Hanna Daum, und mit der finanziellen Förderung durch Randstad wird das Hilfsprojekt abgerundet.
Ungewöhnlich ist die Idee eines anderen Mitarbeiters, der in seiner Freizeit ungemein sportlich unterwegs ist: Er trainiert für den „Ironman Germany“ im Juli 2011 in Frankfurt. 2010 wird er aber bereits im Rahmen der Vorbereitung am „Halbironman“ in Wiesbaden teilnehmen und jeden seiner im Wettkampf zurückgelegten Kilometer mit einem Geldbetrag multiplizieren, der dann einer Organisation für sehbehinderte Kinder zugutekommt.
„Das sind zwei positive Beispiele, von denen wir uns noch viele wünschen und die hoffentlich auch andere Mitarbeiter motivieren werden“, hofft Hanna Daum. Ausdrücklich vom Unternehmen gewünscht sind gemeinsame Aktionen von Teams aus Niederlassungen, bei der Stamm- und überbetriebliche Mitarbeiter an einem Strang ziehen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Durch die Zusammensetzung der „Mannschaft“ – eventuell auch mit Beschäftigten aus Kundenunternehmen – sollen zudem Inhalte wie Teambildung, Zusammenarbeit, Talent und Gemeinschaft neu besetzt werden. Und nicht zu vergessen: Gezielte lokale Aktivitäten machen ebenfalls das Unternehmen Randstad und seine Mitarbeiter in der Region sichtbar und präsent.
Mögliche Projekte gibt es einige: Etwa eine Spielplatzrenovierung, die Veranstaltung eines Kinderfestes, die Verschönerung von Parks oder lokalen Grünanlagen, die Renovierung eines Jungendzentrums und vieles mehr. „Wir geben die Ideen nicht vor, helfen aber gerne mit Anregungen und Kontakten“, unterstreicht Hanna Daum.
Zum Beispiel können sich alle Beschäftigten, die noch auf der Suche nach einer guten Idee sind oder nicht genau wissen, wie sie am besten ihr Wissen und Können ehrenamtlich einsetzen, an die regionalen Freiwilligenagenturen wenden. Diese Institutionen bündeln vor Ort die Bedürfnisse von Hilfe suchenden und Hilfe anbietenden Gruppen und klären bereits im Vorfeld Erwartungen und Bedingungen. Ihre Kompetenz und Erfahrung hilft, die richtigen Partner zusammenzubringen – „und darauf greifen wir gerne zurück“, so Hanna Daum.
Fotos: Randstad, Jörg Kubitza





